Michael Raich
Consulting

12.02.2006

Jim Buckmaster (Craigslist) im Interview

Der Chef des Kleinanzeigenportals Craigslist, Jim Buckmaster, gibt ein interessantes Interview (Video): Between the Lines | ZDNet.com

 

03.11.2005

Status quo und Zukunft des Online-Journalismus

Eine gute Zusammenfassung der aktuellen Entwicklungen rund um Blogs gibt es bei der Tagesschau unter dem Titel Was Google, DSL und Blogs für die Medien bedeuten (vie IT&W).

 

26.10.2005

Was sind Weblogs wert?

Nachdem AOL Anfang des Monats Weblogs Inc. (Betreiber von großen amerikanischen Blogs wie Engadget und Autoblog) gekauft hat, gibt es nun endlich eine grobe Referenz dafür, was Blogs wert sind.


(Weiterlesen…)
| Web | kein Kommentar möglich | Artikel drucken

 

20.10.2005

Geld, Web 2.0 und Weisheiten

Mit dem Begriff Web 2.0 wird versucht, die nächste Evolutionsstufe der Internet-Technologien zusammenzufassen. Es geht insbesondere um die Ablösung von statischen, monolitisch aufgebauten Websites mit integrierten, dynamischen Services, die das Web lebendiger machen wie z.B. die Blogs, Google Maps, Flickr, Wikipedia, salesforce.com, etc.
Hier einige Überlegungen zu dem tatsächlichen Erfolg dieser neuen Entwicklungen.

Während der Begriff Web 2.0 sich langsam durchsetzt und einige Leute sogar glauben zu wissen, was er bedeutet, fällt plötzlich auch wieder mehr Licht auf die unternehmerische Seite a.k.a. die finanziellen Deals.

Die ersten “Kinder” des Web 2.0 werden verkauft (u.a. Flickr, Weblogs.com, Bloglines), die VCs fangen wieder an, Schlange zu stehen und die ersten Entrepreneure träumen schon wieder vom großen Geld.

Da fällt einem sofort ein Begriff ein: Bubble 2.0 ...
(Weiterlesen…)

 

10.10.2005

Second Life: Your World. Your Imagination.

Seit Anfang des Jahres World of Warcraft als MMORPG bei den Computerspielern auch in Europa richtig eingeschlagen ist (ca. 16 Mio. Spieler weltweit), beschäftigt mit das Thema “vernetzte 3D-Welten”.

So ist doch der Schritt hin zu einer Parallelwelt wie sie Tad Williams in seinen Otherland Büchern (oder Englisch) beschreibt nicht mehr weit:
50 Jahre in der Zukunft schaut die Welt auch nicht viel anders aus als heute, sieht man einmal davon ab, daß ein Teil der Menschheit einen großen Teil seiner Zeit in virtuellen Welten verbringt. (Amazon-Rezension)

Nun, die einzelnen dafür notwendigen Technologien sind erfunden, die Rechenkapazität ist in absehbarer Zeit da und die Übertragungsgeschwindigkeiten reichen mittlerweile auch aus.

Holen wir schon wieder einen Science-Fictopn Roman ein?

In diesem Zusammenhang bin ich vor einiger Zeit auf Second Life gestoßen. Einer virtuellen Welt jenseits eines Spiels mit festen Regeln. Einwohner von Second Life können ihre Welt selbst mit gestalten, ja sogar mit realen Dollars handeln.

Gut, es ist noch eine Spielerei, aber – mal abgesehen vom 3D Bodysuit – gibt es die einzelnen technologischen Komponenten für ein Otherland heute schon.

Ist es also nur eine Frage der Zeit, bis sich virtuelle Onlinewelten als Standardinterface (z.B. bei Croquet) durchsetzen?

Oder sind das bereits Vorläufer für ein Web 3.0 wie es einige postulieren?

Oder ist es erst Web 4.0 oder 5.0 während die unmittlebar nächste Generation sich um die Entwicklung eines “Web OS” kümmert (wie z.B. his authority Dan Gillmor sagt oder auch hier vermutet wird), also einem vernetzten Betriebssystem, wie eigentlich schon vor Jahren von Sun (Networked Computing) postuliert? Auf der selben Seite finden sich übrigends auch einige interessante Diskussionsansätze dazu. Jedenfalls scheint mit dem Begriff Web 2.0+ und all seinen Technologien schon fast wieder sowas wie ein Hype zu entstehen (siehe z.B. hier).

Wie auch immer es genannt werden wird, die Frage bleibt im Raum stehen: Wird es genügend Akzeptanz/Bedarf/Anwendungen geben damit es sich weiterentwickelt?

[Update:]
Jetzt erst gefunden, aber ein Must-Read über das was Web 2.0 ist/sein soll.

 

29.08.2005

Standards zur Modellierung von Beziehungen (FOAF)

Zur Einleitung ein interessanter Artikel, der sich über die unterschiedlichen Arten von sozialen Beziehungen Gedanken macht.

Der Autor klassifiziert bi-direktionale, und ausgehend und hereinkommende eindirektionale Beziehungen. Nur ersteres ist im Prinzip das, was die Networking Sites dabei machen. “Ausgehende” Beziehungen brauchen keine Empfängererlaubnis und sind deshalb problembehaftet (Spam), eingehende sind sowas wie opt-in Marketing (Permission Marketing).

Im Prinzip geht die Networking Idee so weit, alle drei Arten von Beziehungen zu vereinfachen und einen Standard zu schaffen, der vertrauenswürdig ist und das tägliche Leben vereinfacht (Spam verhindert, Datenabgleich vereinfacht, Kommunikation beschleunigt).

Tim O’Reilly sagt im Prinzip genau das: “We have to Napsterize the address book and the calendar so that we own the data about our social network but we are able to query our friends about who they know.” (via Scott Allen und ONlamp.com)

Was ist also FOAF?
FOAF (Friend of a Friend) ist ein Projekt zur maschinenlesbaren Modellierung sozialer Netzwerke. Das ist vor allem dann interessant, wenn wir darüber reden, dass die Software mit anderen Tools sprechen können soll oder auch wenn wir das soziale Netzwerk in andere Endgeräte – z.B. ein Handy – integrieren.

Anwendbar bzw. implementietbar würe es insbesondere dann, wenn es eine relativ weiter Verbreitung unterstützen würde bzw. sich ein Quasi-Standard daraus entwickelt. Die Implementierung aus technischer Sicht ist dabei relativ einfach. Im Prinzip – in der ersten Stufe – nur ein Datenbank Ex- bzw. Import. Ob eine komplette Trennung von Schlüssel und Plattform (wie unten im FOAF Profil beispielsweise beschrieben) aus Performancegründen sinn macht, kann ich noch nicht sagen. Wahrscheinlich erst mir relationalen Dateisystemen (z.B. WinFS) oder entsprechende Indexierung (z.B. MacOS Spotlight), da sonst eine Suche viel zu lange dauern würde.

Wenn man das ganze versucht, in ein nutzbares Konzept zusammenzufassen, würde es wohl so aussehen:

FOAF - Profil – signiert mit einem public key (z.B. hier), garantiert Authentizität der Daten, wie eine reale Unterschrift. Eine “Beglaubigung” der Unterschrift durch eine oder mehrere, mehr oder weniger authoritative Stellen ist problemlos möglich. – Alle Identifier (wie Name, Spitzname oder Email, evtl. Bild, Kontakte) sind public, d.h. jeder kann sie lesen. – persönliche Informationen (Kontaktdaten, etc.) sind encrypted mit den public keys aller Kontakte in meinem Netzwerk, evtl. nach Stufen freigegeben. Damit kann jeder, mit dessen public key verschlüsselt wurde, die für ihn freigegebenen Informationen lesen, aber nur er. – Änderungen gehen nur mit dem private key. Damit sind die Daten vollständig gegen Manipulation – selbst von der Plattform auf der sie erstellt wurden – geschützt.

Vorteile von FOAF gegenüber bestehenden Netwerken (wie z.B. openBC): – Der Besitzer des FOAF Profils könnte sein Profil für alle unterstützenden Plattformen/Communities verwenden ohne jedesmal seine Daten neu eingeben zu müssen. – Es wäre eine offene Vertrauensplattform (Web of Trust), mit dem sich die Erweiterung in viele Anwendungen vorstellen ließe: Das gleiche Profil auch für e-Mail-Programme verwenden, für eBay, für Behörden, etc. pp.

Es geht hier um mehr als nur ein blödes Datenformat. Es geht darum, dem Benutzer zwei Dinge zu bieten:
1. die Kontrolle über seine Daten
Der Benutzer soll nicht in die Abhängigkeit von einer Plattform geraten, die vollen Zugriff auf seine Daten hat und im Prinzip rein technisch mit den Daten machen kann was sie will.
2. die Austauschbarkeit der Plattform
Wenn die Daten in einem freien Format vorliegen, kann der Benutzer sehr leicht auch andere Plattformen nutzen bzw. sie integrieren. Nur dann wird er die Hürde überschreiten und das für ihn beste Angebot nutzen.
(Sehr interessante Thesen dazu auch von Jimbo Wales, Gründer von Wikipedia)

Eins der größten Probleme scheint allerdings (wie so oft) dieses zu sein:
But the goal of the FOAFnet – first things first – is to exhibit some sort of inter-company agreement to exchange compatible idenitity records. Just getting that to happen is our biggest hurdle. Once that mechanism has been worked out we plan on flowing all sorts of additional information through FOAF. Including what you’re requesting (Quelle).

 

More than 10 years experience in sales strategy consulting, sales planning and sales controlling for Financial Services, IT/Telco and Retail clients.

FRANKFURT Office:
Kisseleffstr. 1c
D-61348 Bad Homburg
+49 6172 185175

SALZBURG Office:
Hauptstr. 37-39
D-83395 Freilassing
+49 8654 478773