Marc Hedlund, selbst Unternehmer und u.a. schreibend tätig für Programmiererbücherherausgeber Tim O’Reilly, hat eine nette Liste von Sprichwörtern für Jungunternehmer zusammengestellt: Entrepreneurial Proverbs.
Und wo er Recht hat, hat er Recht:
It’s good to be king —being an entrepreneur is the best job I’ve had. Every day your job is new and different; you constantly have to push yourself in new directions. You no longer have to say, “Well, I’m just an engineer, but…”—you have a great excuse to take an interest in everything. Working in an environment you shaped to your own beliefs about how a company should be run is incredible (and humbling!). And of course there are sometimes financial rewards, although it’s still a great job regardless.
Man mag über den Begriff Web 2.0 trefflich streiten, die Venture Capital Firmen sehen das differenzierter. Hier eine Liste spannender neuer Start-ups: Why Web 2.0 Matters
Letztens hatte ich wieder eine Diskussion zum Thema Innovationsmanagement bzw. eher um die Kreativität für neue Innovationen. Um noch etwas genauer zu sein: Wir sind der Frage nachgegangen, wie man innerhalb eines Unternehmens ein innovationsfreundliches Klima schaffen kann und gezielt den Erfindergeist der Mitarbeiter fördert.
Sicher spielt die Branche eines Unternehmens eine Rolle, die Grundhaltung und der Background der Mitarbeiter, Forschungsbudgets, und so weiter. Ich habe aber den Standpunkt vertreten, dass schon sehr viel weniger ausreicht, um sich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten immer wieder neu zu erfinden. Schließlich geht es darum, sich als Unternehmen immer wieder neu zu erfinden.
Ich glaube dass drei kleine Dinge ausreichen, um der Innovationsfreudigkeit im eigenen Hause einen gewaltigen Schub zu geben:
Und für all das muss ich weder eine neue Unternehmenskultur postulieren, noch eine Fachabteilung schaffen oder externe Institute beauftragen. Anerkennung an der richtigen Stelle, Freiräume zur richtigen Zeit und ein bisserl Methodik reichen allemal aus.
Für alle die vorhaben, es den Großen im “Internet-Business” nachzumachen, liefert Business 2.0 ein paar gute Tipps wie man am besten anfängt: Building the Next Google.
Da passt mal wieder was in meine Vision: Die unsichtbare Integration “kontaktfördernder” Software in tägliche Anwendungen.
Martin Röll formuliert eine sehr nette Idee zur erweiterung der eigentlich (außer für Personalberater) langweiligen Networking-Plattformen: Die Kombination mit Location Based Services (also elektronischen Dienstleistungen, die standortabhängig reagieren) um neue Leute (hier im Sinne von Geschäftskontakten) kennen zu lernen.
Aber Martin hat Recht, es ist wohl schon mehrfach in Arbeit, ich weiß zumindest von zwei weiteren Projekten, die ähnliches planen.
Übrigends auch etwas simpler mit Bluetooth und eher für Teenies bei Nokia ,hier und ausführlicher hier.
LexisNexis verkauft Corporate Social Networking Solutions, also OpenBC für Unternehmen zur internen Nutzung.
Als alter Vertriebsprofi kann ich dem hohen Wert mancher persönlichen Beziehung nur beipflichten.
Auf der anderen Seite sehe ich die riesige Hürde der Datenrelevanz. Den richtigen Kontakt für einen bestimmten Deal zu finden ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Wenn ich also einer Software die Suche überlassen will, muss ich zuerst dafür sorgen, dass sie den ganzen Heuhaufen kennt.
Und wer bitteschön schafft es, dass seine Mitarbeiter alle ihre privaten und beruflichen Kontakte a) freiwillig und b) in effizienter Weise zur Verfügung stellen?
Ob die Software dann noch den richtigen Schluss zuieht, sei mal dahingestellt. (Auch wenn ich der Meinung bin dass richtige Daten und ein richtiger Algorithmus immer zu einem richtigen Ergebnis führen (müssen).)
Für mich eine Idee eines übereifrigen Rationalisierers der glaubt auch noch das Wissen aus den Köpfen der Menschen in Maschinen zu bekommen. Oder nur ein weiterer Grund, uns alle mit RFID-Chips auszustatten?
Lediglich als (sicherlich produktives) Add-on für ein unternehmensweites Adressbuch (z.B. Exchange Server) interessant. Und dann in einer sinnvollen Integration.
Das sich neben der hier verwendeten, relativ engen Definition von “social networking software” in diesem Bereich bzw. der etwas breiteren “social software” (also inkl. Blogs, etc.) sehr viele interessante Geschäftsideen finden lassen, sei dahingestellt.
Warum verkauft eigentlich noch niemand Werbung direkt auf dem Handydisplay?
Ob über billigere Tarife für den Benutzer, kostenlose Klingeltöne oder Mietmodelle incentiviert gibt es doch bestimmt den einen oder anderen Werbetreibenden, der das als zielgruppenadäquate (schönes Wort) Werbeform nutzen würde.
Gleich mal bei der Bravo anrufen…
Nun, mir laufen täglich viele interessante Ideen über den Weg. Nicht nur meine eigenen. Alle sind sie spannend, innovativ und wert, weiterverfolgt zu werden. Aber der Tag hat nunmal nur 48 Stunden (ok, 5 € ins Phrasenschwein).
Also habe ich entschlossen, alle guten Ideen, für die ich keine Zeit finde, hier zu veröffentlichen. Denkt sie durch, spielt damit herum, macht was draus. Aber denkt dran, alles unter der Creative Commons Lizenz. “Credit where credit is due” sozusagen.
Aber seid gewarnt, von der Idee zur Umsetzung ist es meist ein weiter Weg. Ich selbst verwende drei Kriterien die mir die Entscheidung, welche Idee weiterverfolgt werden sollte, einfacher machen:
Meistens sind diese Fragen sehr schnell – zumindest oberflächlich – beantwortet. Zumindest mit einer guten Portion Common Sense. Dafür brauche ich noch nicht mal einen Business Plan.
The most innovative software designed over the next 10 years will
1. be web-based,
2. will come from small teams,
3. will come from self-funded companies, and
4. will be for the “side-business” or 1-10 person business market.
Side-Business Software: The neglected software market – Signal vs. Noise (by 37signals)
Ein ganz interessanter Artikel, auf was es zu achten gilt, wenn man social networking versucht zu betreiben.
Das interessanteste daran ist, was ich glaube ableiten zu können: Das Networking ist zwar gut und schön um möglichst viele am Anfang auf eine General/Special Interest Seite zu bringen, aber sie bleiben nur/kommen wieder wenn sie tatsächlich einen Mehrwert bekommen.
Für eine Marketingstrategie würde das folgendes bedeuten:
Wir nutzen das Thema social networking, um einen hohen Pull-Wert der Seite zu erzeugen. D.h. eingeladen von vielen bestehenden Besuchern kommen die Leute rings herum auf die Seite um sich ihr (kostenloses) Profil anzulegen.
Aber dann müssen sie sofort einen Mehrwert spüren, der sie zum bleiben anregt.
Und ein nettes Zitat:
No matter how cool your idea is, it’s dead on arrival without an actual business plan.
The Buzz Report: Five reasons social networking doesn’t work – CNET.com